1977: Wir blicken zurück auf eine Zeit, in der sich das gesellschaftliche und technologische Hamsterrad noch etwas langsamer drehte. Die handelnden Personen, darunter mein Großvater Karl sen., mussten mit veralteten Ausrüstungsgegenständen (siehe Foto) den Einsatzdienst bestreiten. Elektronische Fahrhilfen waren noch nicht erfunden. ESP oder ABS geisterten - wenn überhaupt - in den Köpfen der Ingenieure als Wunschvorstellung herum. Um ein solch antiquiertes Vehikel zu bändigen, musste der Fahrer von damals folgendes mitbringen: Mut und kräftige Oberarme (besser zu viel als zu wenig).

 

Dieser Land Rover Commander 109 Station Wagon musste in den letzten 36 Jahren doch so einiges über sich ergehen lassen. Jedenfalls sind die geschichtsträchtigen Narben auf der blechernen Außenhaut nicht zu übersehen. Bereits als Dreijähriger durfte ich auf dem Beifahrersitz dieses BLF (Berglandlöschfahrzeug) Platz nehmen. Mein Vater meinte immer, dass er (ja der Ländi ist männlich!!) im Gelände unschlagbar sei. Nicht nur einmal durfte ich als Kind die Erfahrung machen, dass es keinen Hang gab, der damit nicht bezwungen werden konnte. Im Jahr 1992 wechselte der "Ländi" den Besitzer und leistete einer anderen Feuerwehr hervorragende Dienste. Über 20 Jahre später, sprich 2013, fand er aber wieder zurück zu seinen Wurzeln. Dank der rein privaten Initiative von drei Freunden und reichlich Verhandlungsgeschick wird das Prunkstück wieder auf Kritzendorfer Teer- und Schotterbahnen rollen. Sozusagen ist nun sein zweiter Frühling angebrochen, in dem er sich mechanisch und optisch verwöhnen lassen darf.

 

Ein großes Dankeschön an Peter Dussmann und Dr. Ulrich Schmied! Jungs, ab jetzt heißts auch für uns "BACK TO THE ROOTS"...

 

Alexander Nittner

 

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