Dramatische Szenen spielten sich auf der Baustelle des neuen Kindergartens in Kritzendorf ab - nach einer Verpuffung während Flämmarbeiten stürzten zwei Bauarbeiter mehrere Meter ab und blieben verletzt auf einem Flachdach liegen. Feuerwehr und Rettungsdienst werden alarmiert. Glücklicherweise nur eine Übung!

 

Kommandant-Stellvertreter Adi Fuchs, als Einsatzleiter der Erste vor Ort, hörte bereits beim Aussteigen die Schreie des Bauarbeiters. Nach der ersten Erkundung war klar, dass einer der Arbeiter schwer verletzt sein musste. Sofort wurde von der Besatzung des RLFs ein erster Zugang über Leitern zu den Patienten geschaffen. Und tatsächlich - ein Arbeiter war auf ein Baueisen gestürzt und hatte es sich durch den Unterschenkel gestoßen. Der zweite Bauarbeiter wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Da die gesamte Mannschaft der FF Kritzendorf in erster Hilfe geschult ist, wurden gleich die ersten Maßnahmen zur Blutstillung getroffen. Mehrere Mitglieder der Feuerwehr sind auch Sanitäter, somit konnte eine erste Patientenbetreuung stattfinden, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

 

Zeitgleich mit dem TLF traf auch der Notarzt an der Einsatzstelle ein. Die Feuerwehrmänner und -frauen des zweiten Fahrzeug bereiteten bereits die Rettung des Schwerverletzten vor und versorgten die Mannschaften, die am Dach arbeiteten mit den notwendigen Werkzeugen.

 

Da der Rettungswagen im Übungsszenario aus Tulln zu erwarten war, unterstützten die Feuerwehrsanitäter den Notarzt sowie den Notfallsanitäter bei der Versorgung der Verletzten. Schließlich wurde entschieden, dass der Bauarbeiter mit der Pfählung möglichst schonend vom Dach zu retten ist. Dazu wurde bereits parallel der Leiterhebel vorbereitet. Diese Rettungsmethode kommt dann zum Einsatz, wenn das Zufahren mit einer Teleskopmastbühne oder Drehleiter nicht möglich ist. So konnte der Patient rasch und ohne weitere Belastung gerettet werden. 

 

Schließlich waren nach ungefähr 30 Minuten beide Verletzten vom Dach gerettet und konnten dem Rettungsdienst übergeben werden. 

 

 

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